Lernen Sie einen unserer Stipendiaten kennen und entdecken Sie seinen Werdegang sowie seine Abschlussarbeit bei einem gemütlichen Beisammensein.
Um die aufgenommenen Studierenden kennenzulernen, die durch das Justinus-Werk unterstützt werden, ihre Arbeiten und die Heime, wo sie wohnen, zu entdecken, schlagen wir Ihnen ein neues Stell-dich-ein mit dem Titel «einfach mit» vor. Während ungefähr 20 Minuten, stellt die oder der zukünftig Diplomierte seinen persönlichen Werdegang vor, dann das Thema seiner Abschlussarbeit oder These. Ein geselliger Moment mit einer Tasse Tee erlaubt es den Teilnehmenden, den Austausch zu verlängern und Verbindungen zu knüpfen.
Am 11. Dezember haben wir Narindra, einen madagassischen Priester eingeladen, der in den Genuss eines Stipendiums der Stiftung Justinus-Werk gekommen ist und der gerade sein kanonisches Studium mit dem Lizenziat in Theologie an der Universität Freiburg abgeschlossen hat.
Seine Abschlussarbeit mit dem Titel «Die göttliche Vorsehung beim Heiligen Lukas (Lk 12.22-32) unter der Leitung von PD Dr. James Maurice Morgan, erforscht das Thema der göttlichen Vorsehung. Sie zeigt auf, dass die Thematik der Vorsehung in der Perikope präsentiert wird, welche in Altgriechisch verfasst ist, trotz Abwesenheit des Begriffes «Pronoia» (Vorsehung). Narindras Interesse für dieses Thema gründet auf seine persönliche Geschichte, die er als von der Vorsehung geleitet definiert.
In bescheidene Familienverhältnisse hineingeboren, konnte Narindra sich nicht vorstellen, die Möglichkeit zu haben, eines Tages an einer der renommiertesten europäischen theologischen Fakultäten studieren zu dürfen. Nach einer priesterlichen Ausbildung und Studien in Philosophie in Madagaskar, erhält Narindra einen Bachelor in Theologie in Italien.
Im September 2023 tritt er dank eines Stipendiums der Stiftung Justinus-Werk in die
Universität Freiburg ein.
Während seiner Jahre in Freiburg hat sich Narindra auch in der lokalen christlichen Gemeinschaft integriert, indem er sich während der Wochenenden in den Seelsorgeeinheiten von Saint-Pierre Les Roches, Notre Dame de La Brillaz und der Sainte-Trinité engagiert hat.
Er drückt gegenüber dem Justinus-Werk seine grosse Dankbarkeit aus, welches ihm nicht nur erlaubt hat, seine akademische Laufbahn weiter zu verfolgen, sondern auch die Erfahrung grosser persönlicher Bereicherung zu leben. Aus seinem Besuch in Freiburg nimmt er zahlreiche Verbindungen und Freundschaften mit, die er mit anderen Priestern und Studierenden in der Interkulturalität der Cité St-Justin geknüpft hat. Er bewundert die schweizerische Präzision und Disziplin und freut sich über die Güte der Bewohner, wenn das Eis einmal gebrochen ist.
am Donnerstag, 5. März 2026 um 17 Uhr beim Justinus-Werk Freiburg.
«Einfach mit»… Jean Coëvence Razanakolona
Freier Eintritt, Anmeldung unter der Telefonnummer 026 351 16 16 oder via justinfr@justinus.ch bis 26. Februar 2026.