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Blätter März 2026

AKTUALITÄT

Einfach mit Coëvence

Machen Sie Bekanntschaft mit einem unserer Stipendiaten, lernen Sie seinen Werdegang und seine Doktorarbeit an einem geselligen Treffen kennen

Die zweite Ausgabe von «Einfach mit» fand am 5. März mit Jean Coëvence Razanakolona statt, Stipendiat von St-Justin. Er stellte seinen Werdegang und seine Doktorarbeit in Theologie vor, danach tauschte er sich mit den Teilnehmenden bei einem geselligen Treffen aus. Tee und Gebäck durften dabei nicht fehlen.

Geboren im Südwesten der Insel Madagaskar, weiss Coëvence seit seinem 15. Lebensjahr, dass er Priester werden wird. Im Jahr 2018 zum Diakon geweiht, studiert er dann in Rom, um alsbald in sein Land zurückzukehren, wo er knapp nach einem Jahr am 3. August 2019 zum Priester geweiht wird. Er erhält ein Kanonisches Lizenziat in Theologie, Ehe und Familie am Institut Johannes Paul II. in Rom im Jahr 2021. Sein Bischof vertraut ihm eine Pfarrei in Madagaskar an, bevor er in den Genuss eines Stipendiums des Justinus-Werks kommt, um zwischen 2023 und 2027 ein Doktorat an der Universität von Freiburg zu beginnen. Seine Doktorarbeit betitelt er mit «Das Phänomen des unbekannten Vaters: Herausforderungen für die madagassische Familie», unter der Leitung von PD Dr. Thierry Collaud. Die Arbeit handelt von der Einelternfamilie in Madagaskar, namentlich der Abwesenheit der Väter. Seine Feldforschung ermöglichte ihm eine eingehende Analyse der Realitäten der madagassischen Familie, der Bedeutung der Vaterschaft und der Rolle des Vaters, um die mit dem „unbekannten Vater” verbundenen Probleme besser entschlüsseln zu können. Das Ziel ist einerseits die Quelle des Phänomens zu verstehen und andererseits die moralischen Überlegungen der Kirche angesichts dieser sozialen Realität in Madagaskar zu analysieren.

Coëvence hofft auch auf eine konkrete Umsetzung seiner Doktorarbeit und stellt dazu das Projekt EVA (Erziehung zum Leben und zur Liebe) in den Vordergrund. Die Fortführung dieser vor einigen Jahren erprobten Initiative würde es seiner Meinung nach ermöglichen, jungen Menschen eine bessere Aufklärung über wesentliche Fragen der zwischenmenschlichen Beziehungen, der Gefühle und der Sexualität zu bieten.


Jean Coëvence Razanakolona, Doktorand und Stipendiat von St-Justin.

die von einem interdisziplinären Team aus Ärzten, Moraltheologen und Katecheten getragen wird, würde einen medizinischen, ethischen und religiösen Ansatz bieten, um die Familienstrukturen zu stabilisieren. Das Leben im Justinus-Werk hat ihm den Reichtum gebracht, andere Kulturen und Lebensweisen entdecken zu können. Er erklärt, dass diese Erfahrung seinen Geist geöffnet hat, die Werte anderer Kulturen zu sehen.
IHRE NÄCHSTEN TREFFEN

Jarman
Mitt 22 April um 19 Uhr
in St-Justin Freiburg

Er wird uns von seinem Werdegang als syrischer Flüchtlingsstudent und seinem Gartenprojekt Justinus-Werk erzählen, mit dem er verschiedene landwirtschaftliche Techniken zur Geltung bringen möchte.

Coëvence 2. Teil
Do 25 Juni 2026 um 17 Uhr
in St-Justin Fribourg

Coëvence wird uns den dritten und letzten Teil seiner Doktorarbeit vorstellen.

Eintritt frei, Anmeldung empfohlen über die Tel 026 351 16 16
oder via justinfr@justinus.ch